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Trotz Pleite: BVB befürchtet keinen "Knacks"
Nach dem 0:1 in Hoffenheim will Dortmund "sofort wieder angreifen". Nur
Benders Ausfall schmerzt. Die TSG feiert Ibisevic.
Quelle:
www.sport1.de

In Hoffenheim
kassierte Borussia
Dortmund die erste
Rückrunden-Pleite
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www.sport1.de
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Sinsheim/Hoffenheim. Kaum war der Bart von Trainer Jürgen
Klopp ab, wurde Borussia Dortmund rasiert. Doch einen "Knacks"
befürchtet beim weiter souveränen Spitzenreiter der Bundesliga
nach der ersten Rückrunden-Pleite niemand. "Wir werden kurz
unsere Wunden lecken und dann sofort wieder angreifen", sagte
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem 0:1 (0:0) des
BVB bei 1899 Hoffenheim: "Davon geht die Welt nicht unter." Auch
Klopp hat "keine Sorge", dass die Borussia im Endspurt um die
Meisterschaft nun ins Straucheln gerät. "Fußballerisch haben wir
ein paar Fehler gemacht. Die Einstellung hat gestimmt. Deshalb
habe ich keine Sorge", sagte Klopp, der in der vergangenen Woche
seinen Vollbart abrasiert hatte.
Sorge um Bender
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff klatschte der 43-Jährige auf
dem Platz seine Spieler ab und baute sein junges Team wieder
auf. In der Pressekonferenz hatte Klopp schon wieder seinen
Humor wiedergefunden und konnte über das defekte Mikrofon
schmunzeln. Schmerzhafter als die Niederlage durch den Treffer
von BVB-"Schreck" Vedad Ibisevic (63.) wiegt möglicherweise die
Verletzung von Sven Bender. Der defensive Mittelfeldspieler
hatte sich Ende der ersten Halbzeit die Schulter ausgekugelt und
wurde zur Untersuchung zu einem Spezialisten nach Heidelberg
gefahren. "Das ist viel bitterer für uns", sagte Klopp: "Ich
hoffe, dass er uns nicht zu lange fehlen wird."
Klopp bleibt gelassen
Dass der BVB seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit im Jahr 2011
eingebüßt hat, konnten sowohl die Verantwortlichen als auch die
Spieler verkraften. "Wir sind ja nie davon ausgegangen, dass wir
ohne Niederlage durch die Rückrunde spazieren", sagte Watzke und
Klopp fügte hinzu: "Diese Niederlage fühlt sich an wie jede
andere." Torhüter Roman Weidenfeller, der vor dem Gegentor
mehrfach glänzend gegen Ibisevic pariert hatte, erklärte: "Ich
bin absolut davon überzeugt, dass uns die Niederlage keinen
Knacks gibt." |
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Selbstkritische Dortmunder
Im ungewohnten Gefühl der Niederlage zeigten sich die Dortmunder
aber auch selbstkritisch. "Wir haben nicht unsere
hundertprozentige Leistung abgerufen", sagte Watzke. Für Klopp
war die Begegnung "prädestiniert" für so ein Ergebnis. "Wir
waren in nahezu allen Bereichen einen Tick besser, konnten
daraus aber keinen Nutzen ziehen. Wir haben es verpasst, einen
Punch zu setzen", erklärte Klopp. Zugute kommt dem BVB, dass nun
gegen den FSV Mainz 05 und Hannover 96 zwei Heimspiele anstehen.
Immer wieder Ibisevic
Dann muss sich die Borussia aber wieder steigern. Vor 30.150
Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim
und unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierte der
Tabellenführer nicht so souverän wie in den vorangegangenen
Spielen. Ibisevic markierte schließlich sein fünftes Tor in
seinem fünften Spiel gegen Dortmund.
Denkpause zeigt Wirkung
"Ich weiß nicht warum, aber der BVB liegt mir. Aber das ist
nicht so wichtig, es zählt der Sieg", sagte Ibisevic. Beim 0:2
der Kraichgauer bei Borussia Mönchengladbach hatte der Bosnier
noch eine Denkpause erhalten. Gegen Dortmund durfte Ibisevic
wieder von Beginn an mitwirken und war hochmotiviert. "Er hat
immer fleißig gearbeitet. Ich freue mich für ihn, dass er wieder
getroffen hat", sagte Trainer Marco Pezzaiuoli. Bei 1899
herrschte Stolz und Erleichterung. "Dieser Sieg ist natürlich
etwas Besonderes", sagte Pezzaiuoli und gab im Abstiegskampf
frühzeitig Entwarnung: "Ich denke, das war's." |
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