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Christian Tiffert (v.) spielt
seit 2010 beim 1. FC Kaiserslautern
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Sinsheim/Hoffenheim.
Der 1. FC Kaiserslautern ist derzeit kein Hauptgewinn, und an
das Knacken des Jackpots denkt momentan nicht einmal Stefan
Kuntz. "Kennen Sie schon vorher die Lottozahlen?", antworte der
Klubchef auf die Frage, ob die Talfahrt der Roten Teufel
ausgerechnet im kommenden Spiel gegen Tabellenführer Borussia
Dortmund gestoppt werden kann. Im Südwestderby bei 1899
Hoffenheim war der Aufsteiger zwar nahe dran, am Ende bedeutete
das 2:3 (0:2) aber die dritte Pleite in Folge für die in der
Rückrunde noch sieglosen Pfälzer. Obwohl die Tendenz nach unten
zeigt und der viermalige Deutsche Meister nur noch aufgrund der
relativ guten Tordifferenz nicht auf dem Relegationsplatz liegt,
bewahrt Kuntz die Ruhe.
Der Pfälzer Hürdenlauf
"Das ist keine Situation, die uns überrascht. Entscheidend ist,
dass wir zum Schluss so viele Punkte haben, um in der Liga zu
bleiben", sagte der Europameister von 1996, der den Weg zum
ersten Sieg in der zweiten Saisonhälfte zum Hürdenlauf erklärte:
"Wir müssen weiter so arbeiten, dass wir klar oder mit Gewürge
über die Hürde drüber kommen." FCK-Trainer Marco Kurz, der in
den kommenden Spielen wahrscheinlich auf Oliver Kirch (Verdacht
auf Bänderriss im Sprunggelenk) verzichten muss, nahm das Bild
seines Chefs auf. "Wenn wir diese Hürde überspringen, haben wir
unsere Hausaufgaben gemacht. Als Aufsteiger begegnet dir dieser
Moment", erklärte der Coach: "Aber unser Anspruch ist es, auch
in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen. Dafür
brauchen wir die nötigen Ergebnisse."
Naive Pfälzer
Um endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern, dürfen sich die
Pfälzer allerdings nicht mehr so naiv wie vor 30.150 Zuschauern
in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena präsentieren. Zunächst
lagen sie trotz einer überlegen geführten ersten Halbzeit durch
die Gegentreffer des Isländers Gylfi Sigurdsson (28.) und
Sebastian Rudy (40.) zur Pause zurück. Dann bäumten sich die
Lauterer auf, erzielten durch den Österreicher Erwin Hoffer
(58.) und den Brasilianer Rodnei (59.) den Ausgleich, um
postwendend den entscheidenden Treffer des Bosniers Vedad
Ibisevic (62.) zu kassieren.
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Abel findet deutliche Worte
"Höflich gesagt, laden wir die Gegner zu häufig zu Toren ein",
sagte Kurz. Deutlicher wurde Innenverteidiger Mathias Abel, der
die Fehler vor dem ersten Gegentor als "total dumm und blöd"
bezeichnete. "Derzeit zahlen wir die Zeche für unsere Fehler",
sagte Abel. Auch Spielmacher Christian Tiffert sieht die
mangelhafte Defensivleistung als Hauptgrund der Negativserie:
"Ich hätte auch gern mal solche Einladungen, wie wir sie
verteilen." Tiffert war auch an der Szene beteiligt, die den
Hoffenheimern ein wenig die Freude über den zweiten Sieg in
Folge unter der Regie des neuen Trainers Marco Pezzaiuoli und
den ersten Heimerfolg seit Oktober 2010 verdarb.
Tanner verteidigt Rotsünder Braafheid
Hoffenheims Neuzugang Edson Braafheid sah fünf Minuten nach
seiner Einwechslung wegen einer Tätlichkeit an Tiffert die Rote
Karte (79.) von Schiedsrichter Peter Sippel. Für Hoffenheims
Manager Ernst Tanner, der sich einen möglichen Einspruch gegen
die Entscheidung vorbehielt, war allerdings Tiffert der
Schuldige. "Tiffert hat das ganze Spiel über provoziert", sagte
Tanner. Tiffert selbst wies jede Schuld von sich und machte sich
zum Anwalt des niederländischen Vize-Weltmeisters: "Wenn ich
Gelb bekomme, dann kann er auch ihm Gelb geben. Ich habe nicht
die Rote Karte gefordert und mich auch nicht theatralisch fallen
lassen." |