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Jiayi Shao wechselte 2006 von
1860 München zu Energie Cottbus
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Cottbus/Hoffenheim.
Favoritenschreck Energie Cottbus lehrt der Konkurrenz weiter das
Fürchten und steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im
Halbfinale des DFB-Pokals. Das Team von Trainer Claus-Dieter
Wollitz setzte sich im Viertelfinale durch das goldene Tor von
Joker Jiayi Shao (84.) mit 1:0 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim durch
und schaltete damit den dritten Erstligisten in Folge aus. Zuvor
waren bereits der SC Freiburg und Ex-Meister VfL Wolfsburg an
dem Zweitligisten aus der Lausitz gescheitert. Energie war 1997
erst im Endspiel mit 0:2 am VfB Stuttgart gescheitert.
Wollitz freut sich über "Lucky Punch"
"Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Hoffenheim hat es
versäumt, den Lucky Punch zu setzen. Das haben wir dann später
getan", freute sich Wollitz. "Leider haben wir den Einzug ins
Halbfinale wie im Vorjahr nicht geschafft", sagte Hoffenheims
Trainer Marco Pezzaiuoli: "Wir waren in der zweiten Halbzeit die
dominantere Mannschaft. Cottbus stand kompakt und defensiv. Zum
Ende waren wir zu passiv, haben uns zu weit zurückgezogen und
das Tor zugelassen."
Debüt von Babel
Der in der 66. Minute eingewechselte Shao bescherte dem kleinen
Verein aus der Lausitz eine stattliche Zusatzeinnahme von
weiteren gut zwei Millionen Euro. In dieser Saison hat Cottbus
damit schon über vier Millionen Euro im Pokal eingenommen.
Hoffenheim verpasste damit beim Debüt des neuen Stürmerstars
Ryan Babel den erstmaligen Einzug in ein DFB-Pokal-Halbfinale,
Trainer Marco Pezzaiuoli wartet damit weiter auf den ersten Sieg
seiner Amtszeit. |
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Sigurdsson trifft die Latte
Gylfi Sigurdsson hatte direkt nach dem Gegentor mit einem Schuss
an die Latte Pech (85.). Hoffenheim war im vergangenen Jahr (1:2
bei Werder Bremen) und 2008 (1:3 bei Borussia Dortmund) im
Viertelfinale ausgeschieden. Nach seiner bisher sieglosen kurzen
Amtszeit setzte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli im Angriff
von Beginn an auf Babel. Der Niederländer war erst am Dienstag
für etwa sieben Millionen Euro vom FC Liverpool verpflichtet
worden und rückte für den rotgesperrten Vedad Ibisevic in die
Startelf.
Erste Chancen für Kruska und Jula
Trotz der äußerst schlechten Platzverhältnisse boten beide Teams
den 15.200 Zuschauern ein ansehnliches Spiel. Die von der
ausgelobten Sonderprämie von 30.000 Euro pro Spieler
angestachelten Cottbuser waren zunächst die bessere Mannschaft.
Kapitän Marc-Andre Kruska (4.) und Emil Jula (6.) verfehlten das
Tor nur knapp. Nach der Anfangsoffensive blitzte die
spielerische Klasse Hoffenheims hier und da auf, was auch am
besser in die Partie kommenden Babel lag.
Vorsah rettet für geschlagenen Starke
Im Abschluss ließ der Bundesligist jedoch die nötige Konsequenz
vermissen und leistete sich einige Fehlpässe, so dass Cottbus zu
guten Kontern kam. In der Schlussphase der ersten Halbzeit war
Energie sogar deutlich überlegen. Isaac Vorsah rettete nach
einer Aktion von Jula kurz vor der Linie für den bereits
geschlagenen Torwart Tom Starke (41.). Während sich Energies
umworbenes Sturmjuwel auch nach dem Wechsel zunächst kaum
zeigte, hatte Babel auf der anderen Seite die Riesenchance zur
Führung. Der 24-Jährige scheiterte jedoch allein vor Keeper
Thorsten Kirschbaum (49.).
Babel überzeugt
Nach starker Vorarbeit Babels schoss David Alaba (61.) nur um
Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Cottbus kam fast nur noch
über Konter zum Zuge. Bei Cottbus überzeugten der im Mittelfeld
unermüdlich arbeitende Kruska sowie Jula. Sebastian Rudy und
Debütant Babel verdienten sich auf Seiten Hoffenheims die besten
Noten. |