Mittwoch, 26. Januar 2011

Energie dank Shao im siebten Himmel
Der chinesische Joker sticht und schießt Cottbus ins Halbfinale. Hoffenheim bleibt beim Debüt von Ryan Babel glücklos. 

Quelle: www.sport1.de


Jiayi Shao wechselte 2006 von 1860 München zu Energie Cottbus

Cottbus/Hoffenheim. Favoritenschreck Energie Cottbus lehrt der Konkurrenz weiter das Fürchten und steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale des DFB-Pokals. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz setzte sich im Viertelfinale durch das goldene Tor von Joker Jiayi Shao (84.) mit 1:0 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim durch und schaltete damit den dritten Erstligisten in Folge aus. Zuvor waren bereits der SC Freiburg und Ex-Meister VfL Wolfsburg an dem Zweitligisten aus der Lausitz gescheitert. Energie war 1997 erst im Endspiel mit 0:2 am VfB Stuttgart gescheitert.

Wollitz freut sich über "Lucky Punch"
"Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Hoffenheim hat es versäumt, den Lucky Punch zu setzen. Das haben wir dann später getan", freute sich Wollitz. "Leider haben wir den Einzug ins Halbfinale wie im Vorjahr nicht geschafft", sagte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli: "Wir waren in der zweiten Halbzeit die dominantere Mannschaft. Cottbus stand kompakt und defensiv. Zum Ende waren wir zu passiv, haben uns zu weit zurückgezogen und das Tor zugelassen."

Debüt von Babel
Der in der 66. Minute eingewechselte Shao bescherte dem kleinen Verein aus der Lausitz eine stattliche Zusatzeinnahme von weiteren gut zwei Millionen Euro. In dieser Saison hat Cottbus damit schon über vier Millionen Euro im Pokal eingenommen. Hoffenheim verpasste damit beim Debüt des neuen Stürmerstars Ryan Babel den erstmaligen Einzug in ein DFB-Pokal-Halbfinale, Trainer Marco Pezzaiuoli wartet damit weiter auf den ersten Sieg seiner Amtszeit.

Sigurdsson trifft die Latte
Gylfi Sigurdsson hatte direkt nach dem Gegentor mit einem Schuss an die Latte Pech (85.). Hoffenheim war im vergangenen Jahr (1:2 bei Werder Bremen) und 2008 (1:3 bei Borussia Dortmund) im Viertelfinale ausgeschieden. Nach seiner bisher sieglosen kurzen Amtszeit setzte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli im Angriff von Beginn an auf Babel. Der Niederländer war erst am Dienstag für etwa sieben Millionen Euro vom FC Liverpool verpflichtet worden und rückte für den rotgesperrten Vedad Ibisevic in die Startelf.

Erste Chancen für Kruska und Jula
Trotz der äußerst schlechten Platzverhältnisse boten beide Teams den 15.200 Zuschauern ein ansehnliches Spiel. Die von der ausgelobten Sonderprämie von 30.000 Euro pro Spieler angestachelten Cottbuser waren zunächst die bessere Mannschaft. Kapitän Marc-Andre Kruska (4.) und Emil Jula (6.) verfehlten das Tor nur knapp. Nach der Anfangsoffensive blitzte die spielerische Klasse Hoffenheims hier und da auf, was auch am besser in die Partie kommenden Babel lag.

Vorsah rettet für geschlagenen Starke
Im Abschluss ließ der Bundesligist jedoch die nötige Konsequenz vermissen und leistete sich einige Fehlpässe, so dass Cottbus zu guten Kontern kam. In der Schlussphase der ersten Halbzeit war Energie sogar deutlich überlegen. Isaac Vorsah rettete nach einer Aktion von Jula kurz vor der Linie für den bereits geschlagenen Torwart Tom Starke (41.). Während sich Energies umworbenes Sturmjuwel auch nach dem Wechsel zunächst kaum zeigte, hatte Babel auf der anderen Seite die Riesenchance zur Führung. Der 24-Jährige scheiterte jedoch allein vor Keeper Thorsten Kirschbaum (49.).

Babel überzeugt
Nach starker Vorarbeit Babels schoss David Alaba (61.) nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Cottbus kam fast nur noch über Konter zum Zuge. Bei Cottbus überzeugten der im Mittelfeld unermüdlich arbeitende Kruska sowie Jula. Sebastian Rudy und Debütant Babel verdienten sich auf Seiten Hoffenheims die besten Noten.

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