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Ein spätes Tor und viel Ärger
Alaba rettet Hoffenheim gegen St. Pauli mit einem späten Tor einen Punkt.
Doch beide Teams sind mit dem Remis nicht zufrieden.
Quelle:
www.sport1.de -
Von
Christian Stüwe
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Hoffenheim und St. Pauli
bleiben in der Rückrunde weiter ohne Sieg
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Sinsheim/Hoffenheim. Zehn
Minuten vor Schluss waren es Gerald Asamoah und seine
St.-Pauli-Kollegen, die jubelten. Der Ex-Nationalspieler hatte
die Kiezkicker in Hoffenheim in Führung geschossen, zahlreiche
Hoffenheimer Fans hatten sich tief enttäuscht bereits auf den
Heimweg gemacht. Doch in der Nachspielzeit riss dann David Alaba
die Arme in die Höhe. Mit einem abgefälschten Schuss zum 2:2
(1:0) Endstand hatte die Bayern-Leihgabe den Kraichgauern einen
Punkt gerettet. Nach Abpfiff waren dann aber beide Teams tief
enttäuscht. Denn die Punkteteilung hilft weder den Hoffenheimer
noch St. Pauli weiter. Die Hoffenheimer haben nur eins der
letzten neun Spiele gewonnen, St. Pauli verschenkte auf den
letzten Drücker zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. "Wir
haben nach einer halben Stunde aufgehört, Fußball zu spielen und
St Pauli ins Spiel gebracht", schimpfte Hoffenheims Torwart Tom
Starke: "Wir haben versucht, ein wenig Gas rauszunehmen. Dann
konnten wir den Schalter nicht mehr umlegen." Nach guter erster
Halbzeit hatten die Kraichgauer die Partie in der zweiten
Halbzeit aus der Hand gegeben.
Beide Teams enttäuscht
"St. Pauli hat nur mehr gemacht, weil wir es zugelassen haben.
Man muss auch wieder zulegen können, das war Hacke, Spitze,
eins, zwei, drei. Das geht nicht", ärgerte sich Starke weiter.
Doch die tolle Aufholjagd der Gäste aus Hamburg wurde letztlich
nicht belohnt, so dass auch die St.-Pauli-Spieler wie begossene
Pudel vom Platz schlichen. "Wenn man kurz vor Schluss 2:1 führt
und dann nur mit einem Punkt nach Hause fährt, dann ist das
bitter", haderte Asamoah.
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Stanislawski kritisiert den
Schiedsrichter
Eine Teilschuld an den verlorenen Punkten suchten beide Seiten
schließlich bei Schiedsrichter Christian Dingert.
St.-Pauli-Trainer Holger Stanislawski sah seine Mannschaft bei
beiden Gegentoren benachteiligt. "In meinen Augen sind wir durch
zwei Fehlentscheidungen nicht belohnt worden", erklärte der
41-Jährige bei LIGA total!: "Aber wir werden nicht müde, egal
wie viele strittige Situationen noch gepfiffen werden." Vor dem
späten Ausgleich hatte Stanislawski offenbar ein Foulspiel
ausgemacht. "Das ist traurig, wenn er das nicht sieht", ärgerte
sich der Coach.
"Ein klarer Fehler vom Schiedsrichter"
Starke wiederum ärgerte sich über die Szene vor dem Ausgleich,
als Dingert nach einem Foul von Isaac Vorsah an Asamoah auf
Vorteil entschied und Max Kruse das zwischenzeitliche 1:1
erzielte. "Das Tor von Asamoah war meiner Meinung nach ein
klarer Fehler vom Schiedsrichter. Ich nehme die Spannung raus,
das ist normalerweise ein klarer Pfiff", erklärte der Torwart.
Und so konnte der neue Hoffenheimer Trainer Marco Pezzaiuoli
zwar seinen ersten Bundesliga-Punkt verbuchen, auf den ersten
Sieg hoffte er aber vergeblich.
Pezzaiuoli fordert Verstärkung
"Es ist wichtig, dass der Verein mal ein Zeichen setzt und
vielleicht auch in der Offensive nachlegt", sagte Pezzaiuoli.
Nachdem Provokateur Demba Ba nun ziemlich sicher an West Ham
United ausgeliehen wird, steht nach wie vor die Personalie Ryan
Babel im Raum. Der Niederländer war bereits zu Verhandlungen in
Hoffenheim, liebäugelt allerdings mit einer Rückkehr zu seinem
Heimatverein Ajax Amsterdam. Sicher ist auf jeden Fall, dass
Pezzaiuoli am Montag seinen Vertrag als Cheftrainer
unterzeichnen wird.
Stanislawski lobt sein Team
Wohin sein Weg mit Hoffenheim führen wird, scheint angesichts
der letzten Leistungen aber ungewiss. Auch St. Pauli stehen
schwere Zeiten bevor. Stanislawski versuchte, das Positive aus
einem für beide Teams unbefriedigenden Abend mitzunehmen. "Der
Ausgleichstreffer ist unverdient. Wir waren 60 Minuten die
bessere Mannschaft. Wir haben das klasse gespielt. Großes Lob
für die Jungs", sagte Stanislawski. Und Charles Takyi blickte
bereits nach vorne. "Nächste Woche spielen wir gegen Köln, einen
direkten Konkurrenten. Da müssen wir punkten." |
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