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Matchwinner Frings auf Abschiedstour?
Der Siegstorschütze wird gelobt, wegen seiner Verlängerung gibt es aber
keine Neuigkeiten. Pezzaiuoli bemängelt die Passivität.
Quelle:
www.sport1.de
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Torsten Frings kehrte 2005 vom FC
Bayern zum SV Werder zurück
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Bremen/Hoffenheim. Das
Bremer Publikum raste, Werder-Sportdirektor Klaus Allofs drückte
ihn an seine Brust, nur Torsten Frings konnte mit dem Jubel über
sein krachendes Last-Minute-Tor und dem 2:1 (1:0)-Sieg gegen
1899 Hoffenheim wenig anfangen. "Kurz freuen und dann wieder an
das nächste Spiel denken", beschrieb der 34-Jährige seine
Gefühlslage und schob allzu ausufernder Euphorie an der Weser
schnell wieder einen Riegel vor: "Nächste Woche müssen wir nach
Köln, die stehen genauso unten drin wie wir." Strohfeuer oder
Wende? Auch Allofs mochte sich nach dem mehr erkämpften denn
erspielten knappen Erfolg gegen die Kraichgauer noch nicht
festlegen: "Ich weiß einfach noch nicht, ob es ein nachhaltiger
Sieg ist. Ich denke aber, diese drei Punkte sind zumindest eine
unterstützende Maßnahme für gezielteres Arbeiten in den
kommenden Wochen."
Wichtiger Motivator mit Defiziten
Es könnten die letzten gemeinsamen Monate von Frings und Werder
Bremen sein. Denn der Ex-Nationalspieler ist als Motivator und
kämpferisches Vorbild zwar kaum zu ersetzen, doch auf dem
Spielfeld sind Defizite bezüglich Schnelligkeit und
Antrittsgeschwindigkeit kaum zu übersehen. Was noch vor kurzem
an der Weser als Selbstläufer galt, ist mittlerweile ein
diffiziles und noch ungelöstes Problem. Allofs spielt auf Zeit.
"Konkrete Vertragsgespräche gibt es erst, wenn wir wissen, wie
es sportlich bei uns weitergeht", erklärte der Klub-Boss betont
defensiv.
Schaaf flüchtet sich in Lob
Trainer Thomas Schaaf verdrängte die Gedanken an eine mögliche
Trennung von dem Routinier und flüchtete sich in
freundlich-lobende Worte: "Torsten hat eine gute Partie gemacht.
Mit all den Dingen, für die er steht." Gegen die Gäste mit ihrem
neuen Chefcoach Marco Pezzaiuoli war es jedenfalls Frings, der
den Unterschied machte. Hoffenheim fehlte vor 34.274 Zuschauern
im fast ausverkauften Weserstadion ein solcher Antreiber, der
Ausgleich durch Boris Vukcevic (87.) reichte nicht zum erhofften
Remis. Claudio Pizarro hatte die Bremer in der 36. Minute in
Führung gebracht. |
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Pezzaiouli bemängelt Passivität
"Wir hatten unsere Möglichkeiten, waren aber oft auch zu
passiv", klagte der neue Trainer, der nach dem fünften Spiel in
Folge ohne Sieg auf kurzfristige Transfers hofft, die prominente
Abgänge wie den zu Bayern München gewechselten Luiz Gustavo und
auch "Stinkstiefel" Demba Ba ersetzen sollen. Pezzaiouli: "Wir
sind um Verstärkungen bemüht, wissen aber auch um die
Preisentwicklung in der Winter-Transferphase." Auch die
Norddeutschen schließen weitere personelle Aktivitäten nicht
aus, Schaaf will sich aber in erster Linie darauf konzentrieren,
seinen Schützlingen mehr Stabilität zu verleihen.
"Erwarte keine Zauberfußball"
"Wenn man sich voll einsetzt, kann man schon viel verbessern.
Mir war wichtig, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie
Veränderungen vornehmen will. Traum- und Zauberfußball erwarte
ich im Moment gar nicht," sagte der Trainer. Selbst ein
spielender Torjäger wie Pizarro hat nach eigenem Bekunden
begriffen, dass man mit spielerischen Mitteln allein nicht aus
dem Tabellenkeller herauskommt. "Das ist uns schon klar. Ich
bleibe aber Optimist und glaube daran, dass es in den kommenden
Wochen wieder besser läuft. Für das Selbstvertrauen war es ganz
wichtig, dass wir die Partie in den letzten drei Minuten noch
umgebogen haben. |
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