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Freiburg feiert seine "Helden von Sinsheim"
Ein starker
Schlussmann und ein eiskalter Torjäger sichern dem SC den Sieg bei 1899.
Dennoch bleiben die Breisgauer bescheiden.
Quelle:
www.sport1.de
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Torjäger Papiss Cisse (M.) bejubelt seinen zehnten Saisontreffer
Foto:
www.sport1.de |
Sinsheim/Hoffenheim. Die rund 1500 mitgereisten Fans des SC
Freiburg feierten noch lange nach dem Schlusspfiff ihre Helden
Oliver Baumann und Papiss Cisse. Im badischen Derby bei 1899
Hoffenheim hatte Torwart Baumann die Breisgauer zuvor mit tollen
Paraden im Minutentakt vor einem Rückstand bewahrt, Torjäger
Cisse gelang dann in der Nachspielzeit (90.+1) der Siegtreffer.
Mit seinem zehnten Saisontor besorgte der Senegalese das 1:0
(0:0) für die Gäste, die sich damit auf Rang vier verbesserten
und Tuchfühlung zur Spitzengruppe aufnahmen. "Ich hätte durchaus
Grund euphorisch zu sein", freute sich Trainer Robin Dutt
angesichts der sensationellen Platzierung seiner Mannschaft.
Die effizientere Elf setzt sich durch
"Es war sicherlich etwas unglücklich für Hoffenheim. Aber wir
haben zum Schluss richtig zulegen können, deshalb war der Sieg
am Ende verdient", meinte der 45-Jährige. Sein Team hatte sich
einmal mehr als absolut effizient erwiesen und auch den siebten
Sieg in dieser Saison mit nur einem Tor Vorsprung eingefahren.
"Wir sind immer gefährlich gewesen, auch in der ersten Halbzeit
hatten wir schon ein, zwei Situationen. In der zweiten Hälfte
haben wir noch mal richtig was draufgelegt", erklärte der Coach,
der ein Sonderlob an seinen Schlussmann entrichtete.
Sonderlob für den Schlussmann
"Torwart Oliver Baumann hat einen tollen Tag erwischt und die
Mannschaft im Spiel gehalten", so Dutt. Der hochgelobte
U-21-Nationalkeeper selber hatte nach dem Schlusspfiff eine
Gänsehaut. "Das ist der Wahnsinn, absolut traumhaft." Dennoch
blieb der Vertreter des verletzten Stammtorwarts Simon Pouplin
bescheiden und wollte seine tolle Leistung nicht besonders
herausstellen.
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Hoffenheim
rennt vergeblich an
"Das ist doch mein Job. Wichtig war, dass wir gewonnen haben und
unsere tollen Fans zufrieden nach Hause fahren können", sagte
Baumann. Dabei hatten die Kraichgauer gerade vor der Pause
mächtig Dampf gemacht. Aber die gut gestaffelte Defensive der
Gäste hielt stand - auch dank des nötigen Quäntchen Glücks, wie
bei Gylfi Sigurdssons Lattenkracher (21.). Und als alles schon
nach einer torlosen Punkteteilung aussah, schlugen die
Breisgauer selbst eiskalt zu und erklommen dank eines
Last-Second-Treffers sogar einen Europa-Pokal-Platz.
"Das ist scheiße"
Dementsprechend zerknirscht zeigte sich Hoffenheims
Nationalspieler Andreas Beck: "So zu verlieren in letzter
Sekunde ist richtig ärgerlich, das ist scheiße." Sein Trainer
Ralf Rangnick kritisierte vor allem die nachlassende
Konzentration und das Abwehrverhalten seiner Mannschaft, die das
Kommando nach dem Seitenwechsel mehr und mehr aus der Hand
gegeben hatte. "Es ist unglaublich, wie wir es schaffen, die
Zeitpunkte der Gegentore immer weiter nach hinten zu verlegen",
ärgerte sich der 52-Jährige.
Rangnick sauer
"Wenn wir beim letzten Abschlag zuschauen, wie der Ball kommt,
wie er aufspringt und dabei nur denken, dass es eigentlich
enttäuschend ist, dass es 0:0 steht, das ist schon fahrlässig",
schimpfte der Coach. Auch Marvin Compper wollte den fatalen
Aussetzer nicht schönreden: "Der eine hat sich auf den anderen
verlassen", sagte der Abwehrchef. "Wir waren fünf gegen zwei in
Überzahl, das darf nicht passieren." Cisse, von dem in den 90
Minuten davor wenig zu sehen war, ließ sich angesichts dieser
Abstimmungsprobleme nicht zweimal bitten und bedankte sich mit
dem Tor des Tages. Eine Aktion, ein Treffer, drei Punkte - so
einfach kann Fußball sein.
Cisse bleibt bescheiden
"Papiss hat eine wahnsinnige Technik", schwärmte sein Kollege
Baumann: "Und er gibt immer Vollgas." Der Stürmer aus dem
Senegal blieb allerdings auf dem Boden und dokumentierte damit
den intakten Mannschaftsgeist: "Ich gebe das Kompliment an
unsere Abwehr weiter", erklärte der 25-Jährige. Schon am
nächsten Samstag wartet auf die Breisgauer der Spitzenreiter
Borussia Dortmund. In der aktuellen Verfassung dürfte für den
SCF auch in diesem Top-Spiel einiges möglich sein - immerhin
reicht dafür ja meist schon ein einziges Tor Vorsprung. |
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