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Frage: Wie haben Sie den Schuss von Lukas Podolski, der zur
Kölner Führung einschlug, aus Torwartsicht gesehen? Haltbar oder
unhaltbar?
Starke: Wir wissen ja, was Poldi für einen Schuss hat, ein
Schuss wie ein Pferd. Ich denke, die Flugkurve des Balles spricht
auch für sich. Leider ist der Ball am langen Pfosten reingegangen.
Der Ball war hart und scharf geschossen. Gratulation zum Tor. Mit
ein bisschen Glück hätte ich vielleicht noch an den Ball kommen und
ihn um den Pfosten lenken können.
Frage: Was
haben Sie gedacht, als Martin Lanig eine Viertelstunde vor Schluss
frei vor Ihrem Tor auftauchte?
Starke: Was ich gedacht habe? Geil, eins gegen eins. Er hat
alles richtig gemacht, aber ich habe es Gottseidank noch etwas
besser gemacht.
Frage: Ist
es tröstlich für Sie, dass Hoffenheim 15 starke Minuten nach der
Pause gegen einen Gegner wie Köln zumindest für einen Punkt reichen?
Starke: Wir haben es wie gesagt insgesamt in der 2. Halbzeit
besser gemacht. Die ersten 15 Minuten nach der Pause waren richtig
geil anzuschauen. Wenn wir da drangeblieben wären, hätten wir auch
vielleicht noch das zweite Tor machen können. Aber das wäre zu viel
des Guten gewesen.
Frage: Was
war das Problem im Hoffenheimer Spiel? Was hat der Trainer
bemängelt?
Starke: Der Trainer hat die fehlende Aggressivität, die
fehlende Passsicherheit und die fehlende Überzeugung angesprochen.
Dass wir nach der Pause deutlich besser gespielt haben, lag daran,
dass wir uns in der Halbzeit eingeschworen haben. Wir haben uns ins
Bewusstsein gerufen, dass wir mit 0:2 oder 0:3 untergehen können
oder noch einmal bei Null anfangen und alles komplett anders machen.
Wir wussten, dass wir immer für ein Tor gut sind. Das hat sich
bewahrheitet.
Frage: Gibt
es der Mannschaft Sicherheit, zu wissen, dass sie ihr System
umstellen kann und nach einer schwachen Leistung noch reagieren
kann?
Starke: Ja. Wir haben die Möglichkeit, mit der neuen
Aufstellung und taktischen Ausrichtung noch einmal neu anzufangen.
Dadurch sind wir schwieriger auszurechnen. Wir können das System
komplett umstellen. Und wir wissen, dass wir eigentlich das
Potenzial haben, die Leistung über 90 Minuten abzurufen. Aber wir
haben eine sehr junge Mannschaft. Vielleicht ist das einer der
Gründe für unsere Vorstellung in der 1. Halbzeit in Köln.
Frage:
Hoffenheim hat jetzt in der englischen Woche in drei Spielen nur
zwei Punkte geholt. Ist der Schwung der ersten Wochen jetzt ein
bisschen raus?
Starke: Ich glaube nicht. Den Schwung haben wir ja in der 2.
Halbzeit wieder gesehen. Wir haben uns vor der Pause ein bisschen
blöd angestellt.
Frage:
Nächste Woche muss Hoffenheim zum Spitzenreiter nach Mainz. Was für
ein Spiel wird das?
Starke: Das wird ein ganz ein leichter Gegner. Die sind bis
jetzt sehr sicher durch die Liga marschiert. Von mir aus können sie
das auch gegen die Bayern noch tun. Aber dann sind sie gegen uns
fällig. |