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Die Kölner waren im ersten Durchgang das klar bessere Team,
verpassten gegen zu diesem Zeitpunkt indisponierte Hoffenheimer aber
eine deutlichere Führung. Schon in der 3. Minute hätte der ins Team
zurückgekehrte Ex-Hoffenheimer Martin Lanig die Führung erzielen
müssen, nach einem schönen Zuspiel von Podolski scheiterte er aber
freistehend an Gäste-Keeper Tom Starke, der gegen anderslautender
Ankündigung sein Comeback nach überstandener Muskelverletzung
feierte.
"Poldi" trifft, Pfosten rettet
Der verdiente Lohn für die wesentlich engagierteren Kölner und die
gerechte Strafe für die biederen Hoffenheimer folgte dann nach einer
guten Viertelstunde. Mato Jajalo setzte sich gegen drei Hoffenheimer
durch, bediente Podolski und der war mit seinem starken linken Fuß
aus spitzem Winkel erfolgreich.
Auch nach dem Schock wurde das Spiel der Gäste nicht besser. Im
4-2-3-1-System funktionierte vor allem das umformierte Mittelfeld
nicht. U21-Nationalspieler Sebastian Rudy setzte als Spielgestalter
kaum Impulse, der etatmäßige Stürmer Demba Ba wirkte als rechter
Außenspieler verschenkt. Zudem erwischte Abwehrchef Josip Simunic
einen rabenschwarzen Tag; in der 26. Minute verhinderte der Pfosten
nach einer abgefälschten Hereingabe Jajalos sogar ein Eigentor des
Kroaten.
Systemumstellung fruchtet
Rangnick reagierte, beorderte Ba kurz vor der Pause in den Angriff
und brachte nach der Pause Peniel Mlapa und Gylfi Sigurdsson für
Simunic und Weis. Prompt übernahm Hoffenheim das Kommando, ohne
spielerischen Glanz zu verbreiten. Den ersten echten Torschuss durch
Sejad Salihovic (48.) machte FC-Keeper Faryd Mondragon durch eine
Unsicherheit erst richtig gefährlich, sechs Minuten später war er
gegen Bas Schlenzer schon machtlos.
In der 58. Minute hätte Hoffenheim sogar in Führung gehen müssen,
doch Vedad Ibisevic scheiterte freistehend an Mondragon. Danach
steckten die Gäste unverständlicherweise bereits wieder ein wenig
zurück, den Kölnern fiel im Spiel nach vorne nun aber nicht mehr
viel ein. Kapitän Youssef Mohamad hatte nach Freistoß von Podolski
zwar die erneute Führung auf dem Fuß, schoss aber aus kurzer Distanz
am Tor vorbei.
Stimmen zum
Spiel:
Zvonimir Soldo (Trainer 1. FC Köln):
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. In der
ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Nach dem 1:1 haben wir
noch einige Situationen gehabt. Heute ist ein Punkt für uns zu
wenig.
Ralf Rangnick (Trainer 1899 Hoffenheim): So wie in der ersten
Halbzeit konnten wir nicht weiterspielen, das war ganz schwach. Wir
hatten dann noch die Chance zu gewinnen. Es war wichtig, die
Reaktion in der zweiten Halbzeit zu zeigen.
Adam Matuschyk (1. FC Köln): "Wir haben unnötig zwei Punkte
verloren. Es ist unerklärlich, dass wir so schwach aus der Halbzeit
rausgekommen sind. Die Mannschaft hätte den Sieg verdient gehabt."
Tom Starke (Keeper 1899 Hoffenheim): Podolski hat einen
Torpedo im linken Fuß.
Sejad Salihovic (1899 Hoffenheim): Die erste Hälfte war
eindeutig zu wenig, das haben wir in der Pause auch klar
angesprochen und es dann besser gemacht. Nach dem Ausgleich hätten
wir sogar noch in Führung gehen können. Aber insgesamt geht das
Remis in Ordnung.
Andreas Beck (1899 Hoffenheim): Wir sind viel gelaufen, aber
viel zu viel umsonst. Wir hatten sehr viele Fehler im Spielaufbau
und mussten viel hinterherlaufen. In der zweiten Halbzeit wurde es
nach der Ansprache und den Wechseln besser. Zum Glück, denn die
erste Halbzeit war desolat. Wir sind froh über dieses 1:1. |