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Geboren in Lomé - wie Adebayor
Geboren wurde "Pennie" in Lomé in Togo. Mit drei Jahren kam er nach
Deutschland. Auf die starken Leistungen folge im November 2009 eine
Einladung der togolesischen Nationalmannschaft - Mlapa schlug aus.
"Natürlich habe ich mich darüber sehr gefreut", sagte er. Allerdings
wolle er noch abwarten: "Im Augenblick sehe ich mich in der
deutschen U 19." Betrachtet man die bisherige Karriere im
Schnelldurchlauf, dann würde es nicht wundern, wenn Mlapa in einigen
Jahren sagte: "Ich sehe mich in der deutschen A-Nationalmannschaft."
Vor seinem Wechsel von München nach Hoffenheim waren daher Clubs aus
England und Italien an ihm interessiert, wie 1860-Sportdirektor Miki
Stevic der Münchener "tz" bestätigte. "Es waren Scouts bei uns,
denen lief sogar die Spucke aus dem Mund", behauptete der ehemalige
1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers laut Münchener "Abendzeitung"
vor dem Wechsel nach Hoffenheim. In Italien titelten Zeitungen gar:
"Der neue Emanuel Adebayor" - der Weltstar von Manchester City ist
togolesischer Nationalspieler und Mlapas erklärtes Idol, wurde wie
er in Lomé geboren.
Im September bekommt Mlapa die "Fritz-Walter-Medaille" in Gold vom
DFB verliehen, eine Auszeichnung für "herausragende Leistungen"
eines Jugendspielers. "Mit seinen Leistungen auf und außerhalb des
Platzes sowie durch seine spielerischen wie menschlichen Qualitäten
hat er die fachkundige Jury in vollem Maße überzeugt", urteilte die
Jury über den fröhlichen und immer zu Scherzen aufgelegten
Bundesligaprofi. Hoffenheims Manager Ernst Tanner wird es freuen -
er kennt den Mittelstürmer aus seiner Zeit bei den "Löwen", wo er
bis 2009 für den Nachwuchs zuständig war.
"Ein sehr guter Junge mit guten Qualitäten"
Buchstäblich überragend war Mlapa schon als Siebenjähriger, als er
vom FC Unterföhring an die Grünwalder Straße wechselte: Er war meist
einen Kopf größer als seine Mitspieler. Heute misst er 1,95 Meter.
Das ist allerdings keine Garantie für Kopfballtore: "Im Kopfball
muss ich besser werden und insgesamt noch robuster", erzählte der
Profi im April 2009. Auch sein Trainer sieht Steigerungspotentiale,
vor allem im "technischen Verhalten" und im "Stehvermögen".
Sein ehemaliger Coach Ewald Lienen, der Mlapa nach nur drei Spielen
bei der U 23 zu den Profis holte, kritisierte nach einem Match gegen
Rot-Weiß Oberhausen das Defensivverhalten des Nachwuchsstürmers.
Auch Tanner nahm ihn in die Pflicht: "Peniel Mlapa ist nah dran.
Doch es ist klar, dass auch er noch einen Schritt nach vorne machen
muss." Der so Beschriebene selbst zeigt sich in seinen Aussagen
stets lernwillig. Auf die Kritik Lienens antwortete er
beispielsweise: "Er hat Recht, nach hinten muss ich mehr tun."
Weil er allerdings wendig ist und dynamisch, schnell, präsent auf
dem Platz und mit einem strammen Schuss gesegnet, ist er derzeit der
heißeste Anwärter auf den Posten neben Vedad Ibisevic. Der ist vom
jungen Kollegen begeistert. "Peniel ist groß, schnell und hat eine
gute Technik", sagte Ibisevic in der "Bild". "Es macht Spaß, mit ihm
zu spielen. Er ist ein sehr guter Junge mit guten Qualitäten. Ich
werde ihm helfen und hoffe, dass er uns mit seiner Spielweise
hilft." Und Rangnick gefällt nicht nur der Körperbau des Profis. "Er
macht einen sehr aufgeweckten Eindruck", meinte der Coach.
Vom Balljungen zum Bundesligaprofi
Noch heute erinnert sich Mlapa an ein UEFA-Cup-Spiel der "Löwen"
gegen den AC Parma im Jahr 2000. Er war damals neun Jahre alt und
Balljunge im Olympiastadion: "Da durfte ich an der Hand von Marcio
Amoroso einlaufen." Später erzielte Amoroso 28 Tore in 59
Bundesligaspielen für Borussia Dortmund.
Ob Peniel Mlapa solche Quoten auch irgendwann erreicht? Trotz bester
Voraussetzungen weiß niemand, wie erfolgreich seine Karriere
wirklich verlaufen wird. Vielleicht rückt er nach der Genesung von
Obasi ja zunächst wieder ins zweite Glied. Aber den ersten Schritt,
den kann er jetzt in der Bundesliga machen - und im Krankenhaus
davon erzählen. |