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"Game
over" für Herrn Lehmann
Der VfB-Torwart verabschiedet sich mit dem Einzug in die Europa League. Sein
letztes Trikot schenkt er einem Balljungen.
Quelle:
www.sport1.de
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Jens Lehmann
spielte 61-mal für die deutsche Nationalmannschaft
Foto:
www.sport1.de |
Sinsheim/Hoffenheim. Nach
den innigen Umarmungen der Teamkollegen, den herzlichen
Verabschiedungen von den Gegnern und der Feier mit den Fans
wurde Jens Lehmann zum Philosophen. "Da hat man erst so richtig
gemerkt, dass jetzt 'Game over' ist. Aber alles ist nunmal
endlich im Leben", sagte der Ex-Nationaltorwart. Stuttgarts
Torwart verabschiedete sich am letzten Spieltag mit einem 1:1
(1:1) bei 1899 Hoffenheim und dem damit verbundenen Einzug der
Schwaben in die Europa League von der Fußball-Bühne.
Letztes Trikot für Balljungen
"Mir geht es gut. Es hat Spaß gemacht. Es war aber auch sehr
emotional", meinte der 40-Jährige. Nach diversen Problemen in
den vergangenen Monaten mit verschiedenden Balljungen schenkte
ausgerechnet einem jungen Hoffenheimer an der Bande sein letztes
Trikot. Mit Handküssen ins Publikum beendete er seine 22 Jahre
dauernde aktive Karriere.
"Da werde ich reinwachsen müssen"
Wie sein Vorruhestand aussehen wird, weiß Lehmann allerdings
selbst noch nicht so richtig. "Das werde ich tun. Aber da werde
ich erst reinwachsen müssen", antwortete der Keeper auf die
Frage, ob er nun sein Leben ohne den Fußball genießen werde.
Zunächst freute sich Lehmann, der während der WM in Südafrika
als TV-Experte arbeiten wird, über seinen abschließenden Erfolg
mit dem VfB. "Wenn man bedenkt, wie groß der Rückstand nach der
Hinrunde war, dann war das ein versöhnliches Ende", bilanzierte
der Torwart des besten Rückrundenteams, das nach der Hinrunde
nur den 15. Platz belegt hatte. |
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Heldt freut
sich über den Erfolg
Ähnlich sah es auch Stuttgarts Manager Horst Heldt, der mit dem
Rauswurf von Coach Markus Babbel und der Verpflichtung von
Christian Gross die Wende eingeleitet hatte. "Wenn uns das einer
in der Winterpause gesagt hätte, hätten wir ihn für verrückt
erklärt. Das ist ein Riesenerfolg nach einer interessanten,
wechselhaften und schwierigen Saison", sagte der Ex-Profi, um
dann Lehmann zu würdigen: "Er wird uns und der gesamten Liga
fehlen. Er stand für Top-Leistungen und Kurioses."
Wird Hildebrand der Nachfolger?
Ob Lehmanns Lücke beim VfB vom scheidenden Hoffenheimer Torwart
Timo Hildebrand ausgefüllt wird, ließ Heldt offen. Er verwies
darauf, dass in der kommenden Woche Personalentscheidungen
verkündet werden sollen. "Ich habe noch keine Ahnung, wie es
weitergeht", erklärte derweil der frühere VfB-Keeper Hildebrand
nach dem baden-wüttembergischen Derby.
Vukcevic erzielt erstes Bundesligator
Nationalstürmer Cacau hatte den VfB in Führung gebracht (19.).
Boris Vukcevic sorgte mit seinem ersten Bundesligator vor 30.150
Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena für den
Endstand. Wie es in Hoffenheim mit Trainer Ralf Rangnick
weitergehen wird, soll sich ebenfalls in der nächsten Woche nach
einem Gespräch zwischen Mäzen Dietmar Hopp und Rangnick
entscheiden.
Hoffenheim plant neues Konzept
Zwar wollten die Hoffenheimer Verantwortlichen keine
Wasserstandsmeldungen abgeben, dennoch sieht es nach einem
Verbleib Rangnicks aus. Der Coach soll den Herbstmeister der
Vorsaison, der die Spielzeit auf dem elften Platz beendet hat,
mit einem neuen Konzept wieder in die Erfolgsspur bringen. Statt
mit Hopps Geld im Konzert der Großen mitzuspielen, möchte der
Klub zukünftig auf junge deutsche Spieler setzen. |
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