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Seit Juli 2006
ist Jan Schindelmeiser der Manager von 1899 Hoffenheim
Foto:
www.sport1.de |
Sinsheim/Hoffenheim.
Manager Jan Schindelmeiser vom krisengeschüttelten
Bundesligisten 1899 Hoffenheim hat Trainer Ralf Rangnick den
Rücken gestärkt und einen personellen Umbruch ausgeschlossen.
"Ich kann mir nach wie vor keinen besseren Trainer als Ralf
Rangnick für diese Mannschaft vorstellen. Ich hoffe, er bleibt
dem Klub noch sehr lange erhalten", sagte Schindelmeiser der
"Rhein-Neckar-Zeitung" und kündigte Veränderungen mit Augenmaß
an: "Tiefschneidende Eingriffe oder gar einen Umbruch im Kader
wird es nicht geben."
Selbstkritischer Manager
Schindelmeiser übte mit Blick auf Neuzugänge wie Franco Zuculini
oder Prince Tagoe aber auch Selbstkritik. "Es ist uns dieses
Jahr nicht gelungen, die Mannschaft so voranzubringen, wie wir
uns das vorgestellt haben", sagte der Manager des derzeitigen
Tabellen-Zwölften.
Hopp droht mit Konsequenzen
Die seit sechs Spielen sieglosen Hoffenheimer sind das
zweitschlechteste Team der Bundesliga-Rückrunde. Das 0:2 am
vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Köln hatte Mäzen Dietmar
Hopp als "Tiefpunkt der Saison" bezeichnet und Konsequenzen
angedroht.
Mangelnde Disziplin im Team
Einige Profis des Herbstmeisters von 2008 hatten zuletzt mit
Disziplinlosigkeiten und Disco-Besuchen für Aufsehen gesorgt.
Einen Tag vor der Partie gegen Köln sollen drei Spieler sogar
verspätet zum Abschlusstraining eingetroffen sein. "Wenn der
Erfolg ausbleibt, werden diese Umstände thematisiert. Klar, für
das Gesamtbild war die Disco-Geschichte natürlich negativ",
sagte Schindelmeiser.
Hildebrands Zukunft nicht sicher
Ein Fragezeichen steht weiter hinter Torhüter Timo Hildebrand.
Zwar hatte der derzeit am Rücken verletzte Ex-Nationaltorhüter
am Wochenende Wechselabsichten dementiert, doch sein Verbleib in
Hoffenheim scheint fraglich. "Wir werden voraussichtlich in der
nächsten Woche ein Gespräch mit Timo und seinem Berater führen",
kündigte Schindelmeiser an. Hildebrand, der offenbar bei seinem
ehemaligen Klub VfB Stuttgart im Gespräch ist, hatte seine
Kollegen nach der Pleite gegen Köln harsch kritisiert. Unter
anderem hatte der 31-Jährige indirekt zugegeben, dass die
Mannschaft keine Einheit mehr sei. |