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Adam Matuschyk
ist der Matchwinner. Für den FC erzielte er die beiden Tore.
Foto:
www.sport1.de |
Sinsheim/Hoffenheim.
Adam Matuschyk hat die Talfahrt des 1. FC Köln mit seinen ersten
Bundesliga-Toren gestoppt und die Krise von 1899 Hoffenheim
verschärft. Der polnische U21-Nationalspieler bescherte dem FC
am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit zwei Treffern
(46./82.) ein 2:0 (0:0) beim Herbstmeister der Vorsaison. Durch
den ersten Sieg gegen die jetzt seit sechs Spielen sieglosen
Kraichgauer hat Köln nach Punkten mit Hoffenheim gleichgezogen
und den Klassenerhalt so gut wie sicher. "Klar war das kein
schönes Spiel, aber für uns zählen nur Punkte", sagte Lukas
Podolski zufrieden nach dem Spiel. Die 26.950 Zuschauer in der
Rhein-Neckar-Arena sahen in der Anfangsphase eine schwache
Partie. Die Hoffenheimer, die ohne den früheren Nationaltorwart
Timo Hildebrand (Rückenprobleme) sowie die verletzten Demba Ba,
Matthias Jaissle, Per Nilsson und Isaac Vorsah auskommen
mussten, bestimmten zwar das Spiel, konnten sich aber erst
einmal keine Chancen erarbeiten.
Schlechte Partie
Die Kölner, bei denen die gesperrten Youssef Mohamad und Zoran
Tosic sowie die verletzten Christopher Schorch, Pierre Wome,
Adel Chihi und Kevin Pezzoni fehlten, mussten erst in der 15.
Minute die erste brenzlige Situation überstehen. Die
Hoffenheimer Stürmer Vedad Ibisevic und Chinedu Obasi konnten
eine Doppelchance aber nicht nutzen. Nach dieser Szene
verflachte das Spiel wieder. Die Gastgeber konnten sich trotz
ihrer Bemühungen bis zum Ende der ersten Hälfte nicht
entscheidend gegen die defensiv ausgerichteten Kölner
durchsetzen. Beide Teams wurden mit einem Pfeifkonzert in die
Kabinen verabschiedet.
Haas für Hildebrand
Mehr als im ersten Durchgang war vor der Begegnung geboten.
Hildebrand, für den Daniel Haas zwischen den Pfosten stand,
Kölns Trainer Zvonimir Soldo und Hoffenheims Coach Ralf Rangnick
hatten für Aufsehen gesorgt. Hildebrand wird Hoffenheim
angeblich verlassen. Rangnick verbannte Franco Zuculini,
Maicosuel und Boris Vukcevic aus dem Kader, weil sie zu spät zum
Abschlusstraining gekommen waren. Soldo hatte sich ungewohnt
deutlich gegen die Kritik der Medien zur Wehr gesetzt. Zudem
mussten die Gäste weitgehend auf die Unterstützung ihrer Fans
verzichten. Die Anhänger wurden aufgrund ihres Fehlverhaltens
bei zurückliegenden Auswärtsspielen vom Sportgericht des DFB von
der Partie in Sinsheim ausgeschlossen.
Ibisevic schwach
Dennoch waren rund 300 Kölner Fans, die wie gewohnt Hoffenheims
Mäzen Dietmar Hopp übel beschimpften, an Karten gekommen. 50
Sekunden nach dem Seitenwechsel sorgte Matuschyk mit einem
sehenswerten Weitschuss-Tor für den ersten echten Höhepunkt. Die
Hoffenheimer Fans reagierten auf den Rückstand mit
Beschimpfungen der eigenen Profis und dem Ausrollen eines
Plakats mit der Aufschrift "Rangnick raus". Die Chance zum
Ausgleich vergab Ibisevic (75.), dann schlug Matuschyk nochmals
zu. Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren der bemühte
Tobias Weis und Innenverteidiger Manuel Gulde. Für Köln
überzeugten Abwehrchef Pedro Geromel und Matuschyk. |