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Rangnick hat Angst vor dem Abstiegssog
Die ausgelassenen Torchancen gegen Nürnberg machen Hoffenheims Trainer
Sorgen. Club-Coach Dieter Hecking ist glücklich
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Nürnberg und
Hoffenheim trennen acht Punkte in der Tabelle
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www.sport1.de |
Nürnberg/Hoffenheim.
In der Tabelle trennen sie acht Punkte, doch geht es nach
Trainer Ralf Rangnick, befindet sich 1899 Hoffenheim in einer
Gefahrenzone mit dem 1. FC Nürnberg. "Wir müssen hellwach sein",
betonte Rangnick nach dem 0:0 beim Aufsteiger aus Franken. Der
Club kämpft bekanntlich gegen den Abstieg, der Trainer der TSG
sieht seine Mannschaft sieben Spieltage vor dem Saisonende aber
ebenfalls als gefährdet an: "Wir können die Tabelle lesen. Wir
müssen versuchen, am nächsten Sonntag mit einem Sieg gegen den
SC Freiburg alles klar zu machen."
Klagen von Rangnick
Der Sorgen hätte sich Hoffenheim (jetzt 33 Punkte) schon beim
Club (25) entledigen können, sogar "müssen", wie Rangnick
beklagte. Doch trotz Überlegenheit, reiferer Spielanlage und
brauchbarer bis sehr guter Einschuss-Möglichkeiten gelang den
Gästen kein Treffer. "Die Mannschaft hat sehr engagiert
gespielt, aber im Auslassen von Torchancen sind wir im Moment
sehr großzügig", erklärte Manager Jan Schindelmeiser, der sich
ansonsten bemühte, unangenehme Gedanken zu verdrängen: "Ich bin
überzeugt, dass wir mit dem Abstiegskampf jetzt nichts mehr zu
tun haben."
Schwäche vor dem Tor
Im Moment fehlt den Hoffenheimer Angreifern erkennbar die letzte
Entschlossenheit und Konzentration vor des Gegners Tor. In den
aufregendsten fünf Sekunden einer wenig niveauvollen Begegnung
vor 40.421 Zuschauern wurde das sehr deutlich: Erst brachte
Sejad Salihovic das Kunststück fertig, aus kurzer Distanz und
günstiger Position den auf der Linie stehenden Nürnberger
Verteidiger Javier Pinola anzuschießen, mit dem Abpraller traf
Carlos Eduardo danach nur die Latte (13.). Salihovic scheiterte
später noch mit Schuss und Nachschuss an Club-Torhüter Raphael
Schäfer (52.). |
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Ärger um Carlos
Eduardo
"Um Spiele zu gewinnen, muss man auch mal den Balls ins Tor
schießen", bemängelte Rangnick, der sich darüber hinaus noch
über Carlos Eduardo ärgern musste. Nach seiner Auswechslung in
der 84. Minute eilte der Brasilianer schnurstracks in die
Kabine. "Das hat mir gar nicht gefallen", versicherten
Schindelmeiser und Rangnick wortgleich. Wenn ein Spieler dem
ganzen Stadion mit einer derartigen Reaktion zeigen wolle, was
er von seiner Auswechslung halte, "dann zeugt das von mangelndem
Respekt gegenüber den anderen", ergänzte der erkennbar genervte
Hoffenheimer Trainer.
Hecking ist entspannt
Dieter Hecking fiel durch eine wesentlich entspanntere Miene
auf. "Sie sehen hier einen glücklichen Trainer", sagte er nach
dem Spiel, das seine Mannschaft "hätte verlieren können", wie er
gerne zugab. Während Hoffenheim fahrlässig gute Chancen ausließ,
besaßen die Gastgeber gerade mal eine viel versprechende
Gelegenheit, und die erst in der 68. Minute: Eric-Maxim
Choupo-Moting, auf Grund der Verletzung von Torjäger Albert
Bunjaku (12 der 24 Club-Treffer) in der ersten Halbzeit als
einzige Spitze aufgeboten, scheiterte mit einem Schuss aus
spitzem Winkel an Torhüter Timo Hildebrand.
Positive Serie von Nürnberg
Auch Hecking kann die Tabelle lesen. Dort steht der Club auf
Rang 15 - nur jeweils zwei Punkte vom Relegations- und vom
ersten Abstiegsplatz entfernt. Zwei Dinge fand der Trainer der
Nürnberger aber trotzdem erbaulich: "Wir sind im Abstiegskampf,
da sind fünf Spiele ohne Niederlage nicht schlecht. Wir haben
jetzt 13 Punkte in der Rückrunde geholt, das ist sehr gut und
setzt die anderen unter Druck." Weil Hecking ein durchaus
besonnener Mann zu sein scheint, betonte er auch: "Das ist eine
zufriedenstellende Zwischenbilanz, aber kein Ruhekissen." |
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