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Claudio Pizarro
(r., mit Eichner) erzielte gegen Hoffenheim sein elftes
Saisontor
Foto:
www.sport1.de |
Hoffenheim/Sinsheim.
DFB-Pokalsieger Werder Bremen hat die "Europacup-Schlacht" beim
FC Valencia gut weggesteckt und die Krise bei 1899 Hoffenheim
verschärft. Drei Tage nach dem 1:1 in der Europa League in
Spanien bescherte Claudio Pizarro (80.) den Hanseaten mit einem
Kunstschuss ein 1:0 (0:0) bei den Kraichgauern. Durch den Erfolg
untermauert der seit sechs Partien ungeschlagene Tabellensechste,
der Hoffenheim schon vor zwei Monaten im Viertelfinale des
DFB-Pokal bezwungen hatte (2:1), seine Ambitionen auf einen
erneuten Platz im internationalen Wettbewerb. Pizarro war mit
einem eleganten Heber erfolgreich und erzielte in seinem seinem
100 Bundesliga-Spiel für Werder das 57. Tor. "Es ist extrem
bitter für die Jungs, wenn man sieht, was sie für einen Aufwand
betrieben haben. Von der Laufbereitschaft und vom Einsatz her
kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir tun uns im
Moment aber schwer mit dem Toreschießen", sagte Hoffenheims
Trainer Ralf Rangnick. Thomas Schaaf lobte den Torschützen:
"Heute hat man wieder gesehen, warum wir uns vor der Saison so
für ihn eingesetzt haben. Er kann in so einem Spiel entscheidend
sein."
Keine Besserung nach Krisengespräch
Dagegen hat bei Hoffenheim auch das Krisengespräch zwischen
Mäzen Dietmar Hopp und Trainer Ralf Rangnick am Freitag keine
Besserung gebracht. Der Herbstmeister der Vorsaison, der
lediglich eines der zurückliegenden acht Heimspiele gewinnen
konnte, holte nur sieben Punkte in der Rückrunde und ist auf den
elften Platz abgerutscht. Trotz der Krise will Rangnick seinen
bis 2011 laufenden Vertrag erfüllen, über eine Verlängerung des
Kontraktes soll aber erst im Sommer gesprochen werden. |
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Hoffenheim mit
viel läuferischem Aufwand
Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena
waren die Gastgeber in der Anfangsphase um Wiedergutmachung für
die 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger FSV Mainz 05 bemüht. Die
Hoffenheimer betrieben einen hohen läuferischen Aufwand, gute
Chancen konnten sich die Kraichgauer zunächst aber nicht
erarbeiten. Die Bremer, die ohne Nationalspieler Mesut Özil
(Rückenprobleme) auskommen mussten und bei denen Flügelflitzer
Marko Marin zunächst nur auf der Ersatzbank saß, konzentrierten
sich auf die Defensive und lauerten auf Konter.
Raitala gibt Bundesliga-Debüt
Mit dieser Taktik brachten die Gäste den Offensivschwung
Hoffenheims Mitte der ersten Hälfte weitgehend zum Erliegen. Die
Hoffenheimer, die auf die verletzten Andreas Beck, Matthias
Jaissle, Isaac Vorsah, Andreas Ibertsberger sowie Chinedu Obasi
verzichten mussten und bei denen der finnische Außenverteidiger
Jukka Raitala sein Bundesliga-Debüt feierte, hätten in der 28.
Minute dennoch in Führung gehen können. Der brasilianische
Nationalspieler Carlos Eduardo verzog allerdings seinen Schuss
aus aussichtsreicher Position. Nicht viel besser machte es kurz
darauf Eduardos Landsmann Maicosuel (34.).
Mertesacker scheitert an Hildebrand
Drei Minuten später vergab Bremens Nationalspieler Per
Mertesacker auf der Gegenseite die große Möglichkeit zur
Führung. Im Anschluss an eine Ecke scheiterte der
Innenverteidiger aus kurzer Distanz an Hoffenheims Torhüter Timo
Hildebrand. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am
engagierten Auftritt der Gastgeber, die Kreativität im Spiel
nach vorne ließ allerdings weiter zu wünschen übrig. Während
sich die Hoffenheimer aber immerhin um einen Torerfolg bemühten,
kümmerten sich die äußerst passiven Bremer fast ausschließlich
um die Abwehrarbeit. Darunter litt mit zunehmender Spieldauer
das Niveau der Partie. |