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Hoffenheim/Sinsheim. Drei Tage nach
dem 1:1 in der Europa League in Spanien bescherte Claudio Pizarro (80.)
den Hanseaten mit einem Kunstschuss ein 1:0 (0:0) bei den Kraichgauern.
Durch den Erfolg untermauert der seit sechs Partien ungeschlagene
Tabellensechste, der Hoffenheim schon vor zwei Monaten im Viertelfinale
des DFB-Pokals bezwungen hatte (2:1), seine Ambitionen auf einen
erneuten Platz im internationalen Wettbewerb.
Pizarro lupft Bremen zum Sieg
Pizarro war mit einem eleganten Heber erfolgreich. Dagegen hat der
Herbstmeister der Vorsaison, der lediglich eines der zurückliegenden
acht Heimspiele gewinnen konnte, nur sieben Punkte in der Rückrunde
geholt und ist auf den 11. Platz abgerutscht.
In der Rhein-Neckar-Arena waren die Gastgeber in der Anfangsphase um
Wiedergutmachung für die 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger 1. FSV Mainz 05
bemüht. Die Hoffenheimer betrieben einen hohen läuferischen Aufwand,
gute Chancen konnten sich die Kraichgauer zunächst aber nicht
erarbeiten.
Marin zunächst auf der Bank
Die Bremer, die ohne Nationalspieler Mesut Özil (Rückenprobleme)
auskommen mussten und bei denen Flügelflitzer Marko Marin zunächst nur
auf der Ersatzbank saß, konzentrierten sich auf die Defensive und
lauerten auf Konter. Mit dieser Taktik brachten die Gäste den
Offensivschwung Hoffenheims Mitte der ersten Hälfte weitgehend zum
Erliegen.
Die Hoffenheimer, die auf die verletzten Andreas Beck, Matthias Jaissle,
Isaac Vorsah, Andreas Ibertsberger sowie Chinedu Obasi verzichten
mussten und bei denen der finnische Außenverteidiger Jukka Raitala sein
Bundesliga-Debüt feierte, hätten in der 28. Minute dennoch in Führung
gehen können.
Hoffenheim mit vielen Fernschüssen
Der brasilianische Nationalspieler Carlos Eduardo verzog allerdings
seinen Schuss aus aussichtsreicher Position. Nicht viel besser machte es
kurz darauf Eduardos Landsmann Maicosuel (34.). Drei Minuten später
vergab Bremens Nationalspieler Per Mertesacker auf der Gegenseite die
große Möglichkeit zur Führung.
Im Anschluss an eine Ecke scheiterte der Innenverteidiger aus kurzer
Distanz an Hoffenheims Torhüter Timo Hildebrand. Auch nach dem
Seitenwechsel änderte sich nichts am engagierten Auftritt der Gastgeber,
die Kreativität im Spiel nach vorne ließ allerdings weiter zu wünschen
übrig.
Werder sehr geduldig
Während sich die Hoffenheimer aber immerhin um einen Torerfolg bemühten,
kümmerten sich die äußerst passiven Bremer fast ausschließlich um die
Abwehrarbeit. Darunter litt mit zunehmender Spieldauer das Niveau der
Partie. |