Samstag, 13. März 2010

Mit Traumergebnis im Amt bestätigt
Stephanie Horn einstimmig wiedergewählt – Jan Schindelmeiser zu Gast beim Fanclub-Dachverband

Neckarbischofsheim (hk) Mit einem Traumergebnis von 100 Prozent wurde Stephanie Horn als Vorsitzende des Fanclub-Dachverbands „Supporters Hoffenheim“ in ihrem Amt bestätigt. Ohne Gegenkandidaten ging die engagierte Vorsitzende in die Wiederwahl. Vor einem Jahr wurde Horn erstmals in die Führungsposition der derzeit 44 dem Fanclub-Dachverband angehörigen Fanclubs gewählt. Knapp 100 Delegierte folgten der Einladung des Dachverbands zur diesjährigen Mitgliederversammlung, die am vergangenen Samstagnachmittag in der Stadthalle Neckarbischofsheim abgehalten wurde. „Ich werde wie bisher für den Dachverband weiterarbeiten“, bedankte sich die Vorsitzende für das große Vertrauen der Delegierten.
Die weiteren Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: Andreas Pisot (2. Vorsitzender), Michael Tandler (3. Vorsitzender), Andreas Jäsch (Schriftführer), Roland Scholl (Schatzmeister), Harry Hack und Michael Pisot (Beisitzer), Benjamin Hartman (Jugendbeauftragter), Sarah Striegel (Behindertenbeauftragte), Rudi Roos (Beauftragter Fanmagazin), Alex Steinle (Beauftragter Support/Choreo), Thomas Schmitz-Günter und Markus Friedel (Kassenprüfer).

Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich 1899-Manager Jan Schindelmeiser zusammen mit dem Fanbeauftragten Mike Diehl den zahlreichen Fragen der Hoffe-Fans. „Wie können wir die Mannschaft unterstützen, dass sie mehr Engagement zeigt“, war eine der Fragen aus der Runde. Schindelmeister stellte klar: „Wir fordern von den Spielern, dass sie mehr Verantwortung auf dem Platz übernehmen.“ „Wer aber ist von den jungen Spielern in der Lage, die Mannschaft in der derzeit schwierigen Situation zu führen“, wollte ein Fanclub-Vertreter wissen. Hildebrand und Simunic sind zwei solche Führungsspieler – und auch Per Nilsson, der nach Ansicht von Schindelmeiser am geeignetsten wäre: „Leider spielt er aber zu selten“.
Dass der „Spaßfaktor“ in der Rhein-Neckar-Arena in letzter Zeit gelitten hat, macht auch der Vereinsführung zu schaffen. „Die Phase, die wir und die Mannschaft derzeit durchleben ist leider Normalität“, erklärte der Manager. Allerdings möchte er sich an die derzeitige Tabellensituation nicht gewöhnen - muss aber vom Management und den Fans leider akzeptiert werden. „Auch ich möchte wieder attraktiven Fußball sehen“, weshalb schon jetzt die Basis geschaffen werden muss, dass in der nächsten Saison wieder attraktiver und erfolgreicher Fußball von 1899 Hoffenheim gespielt wird.

Zahlreiche Aktivitäten hat der Fanclub-Dachverband im letzten Jahr für die Fanszene von 1899 Hoffenheim durchgeführt. Zwei Sonderzugfahrten, nach Schalke und Köln, standen auf dem Programm. Beim „Supporters Day“ in Hoffenheim lernten sich die Fans der Hoffe-Fanclubs näher kennen. Mit einem eigenen Merchandising startete der Dachverband in die neue Bundesliga-Saison. Bei den Heimspielen können die Fans im Fanclub-Container, der seit dem Heimspiel gegen Nürnberg am Eingangsbereich der Südkurve (Block S2) steht, Kartenbestellung für Auswärtsfahrten oder die nächste Sonderzugfahrt nach Frankfurt bestellen und erhalten auch sonst alle wichtigen Informationen über die Hoffe-Fanszene.
Dass die derzeit 31 Fanclub-Fahnen vor jedem Heimspiel in der Rhein-Neckar-Arena ordentlich geschwenkt werden, dafür ist der 2. Vorsitzende Andreas Pisot zuständig. „Leider können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Fahnen auf dem Platz mehr zulassen“, musste Pisot den neuen Fanclubs mitteilen.

 

Über geordnete Kassenverhältnisse konnte Schatzmeister Roland Scholl berichten. Allerdings auch über „ärgerliche Aufwendungen“, die in den letzten Monaten zu unnötigen Ausgaben führten und die Rücklage für die Abschluss-Choreographie am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart stark reduzierten. Scholl wies ebenfalls darauf hin, dass den Dachverband ein Liquiditätsproblem plagt, stellt man das aktive und passive Vermögen des Vereins gegenüber. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Fanartikel könnte das Problem jedoch gelöst werden. Darüber hinausgehende Erträge sollen dann der Fanarbeit, wie beispielsweise einer farbenfrohen Choreographie in der Rhein-Neckar-Arbeit zu Gute kommen.
Mit großer Mehrheit wurde außerdem beschlossen, ab der neuen Saison (1. Juli) eine Beitragserhöhung vorzunehmen. Dann zahlt jeder Fanclub pro Mitglied einen Beitrag von zwei Euro (bisher ein Euro).
Die Delegierten hatten auch über die neue Satzung zu beraten, die von der Vorstandschaft überarbeitet wurde, damit der Verband baldmöglichst im Vereinsregister eingetragen werden kann. Hierfür war auch eine Namensänderung auf „TSG 1899 Hoffenheim Fanverband Supporters Hoffenheim e.V.“ notwendig.
Die nächsten Aktivitäten der „Supporters Hoffenheim“ sind am 28. März beim Heimspiel gegen den SC Freiburg die Südtribühne in ein Fahnenmeer zu verwandeln. Für fünf Euro Pfand können sich die Fans am Fancontainer eine Fahne ausleihen und während des Spiels kräftig schwenken. Dass es dabei zu Sichtbehinderungen kommen wird ist im „Supporter-Block“ leider nicht zu verhindern. Das Schwenken der Fahnen im Block war ebenfalls Thema der Versammlung. Hier wünschte sich die Hälfte der Delegierten, „dass die Fahnenschwenker mehr Fingerspitzengefühl zeigen und bei Freistößen, Eckbällen und Elfmetern ihre Fahnen unten belassen“.
Auf ein Fanschal-Unikat dürfen sich die Hoffe-Fans zu Beginn der neuen Saison freuen. Zusammen mit der TSG will der Fanverband einen Schal mit Logo jedes Fanclubs herausgeben. Für die Sonderzugfahrt am 1. Mai 2010 nach Frankfurt sind noch Plätze frei. Schnellentschlossene können die Fahrt mit Ticket am Fancontainer oder im Fanshop der Rhein-Neckar-Arena buchen.

 

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